+49 8382 275 895-0

Die Insel

gibt es schon seit 1000 Jahren. Es gibt sie natürlich schon viel länger, aber unter dem Namen Lindau wird sie erstmals im Jahr 882 urkundlich erwähnt. Man geht davon aus, daß zwischen 810 und 820 ein Kloster auf der Insel gegründet wurde, und damit wurde der Anfang von Lindau als Stadt begründet. Genau so alt, evtl sogar noch älter, ist die Peterskirche, vielleicht die Kirche der Fischer, die sogar schon früher auf der Insel lebten.

Ein Markt, der sich zuerst auf dem Festland befand - in Aeschach, wurde im Jahr 1079 aus Sicherheitsgründen auf die Insel verlegt, und die Stadt entwickelte sich. Die Stadt, die wir heute bei einem Insel-Spaziergang besichtigen können, mit ihren alten Häusern, ihren engen und engsten Gassen, ihrem - für manche unbequemem - Strassenpflaster. Und den Namen der Gassen: Fischergasse, Färbergasse, Schmiedgasse, Salzgasse, Metzgergasse, Pfeiffergässele, usw. Zu dieser Zeit waren die Vorteile, sich die Örtlchkeiten zu teilen wohl größer als jedes Konkurrenzdenken ...

Mit Handwerk und Handel wuchs die Stadt, wurde schon ab dem 13ten Jahrhundert Reichsstadt, und so können wir neben den Häusern der Handwerker auch große Pratrizierhäuser - und andere große Bauten - bewundern.

Doch zu den Sehenwürdigkeiten gehören neben den Gebäuden und Gassen vor allem der Hafen mit den lindauer Wahrzeichen Leuchtturm und Löwe, und auch am Hafen der Mangturm - der alte Leuchtturm. Zur Stadtbefestigung, der Stadtmauer aus dem 12ten bis 13ten Jahrhundert gehören der Diebsturm und die verschiedenen Schanzen: Gerberschanze, Römerschanze, Lindenschanze, Pulverschanze, usw.

Der See

Der Bodensee ist mit einer Fläche von 536 qkm der drittgrösste See Mitteleuropas - nur Plattensee und Genfer See sind grösser. Er ist 63 km lang (zwischen Bregenz und Bodman) und 14 km breit (zwischen Friedrichshafen und Romanshorn). Er ist an seiner tiefsten Stelle - auf der Höhe von Immenstaad - ist er 251 m tief und er liegt auf einer Meereshöhe von 395 m.

Das "schwäbische Meer" wird er ja auch genannt. Schaut man in Richtung Westen, Richtung Konstanz, so sieht man tatsächlich kein Ufer, sondern nur Horizont - wie am Meer. Man muss schon auf den Pfänder - der Berg bei Bregenz im östlichsten Eck des Sees - steigen, um dann doch Land zu sehen und Konstanz zu ahnen.

Drei Länder teilen sich das Ufer des Sees: Deutschland das Nordufer, die Schweiz das Südufer, und Österreich einen kleinen Abschnitt im Osten. Österreich mit seinem westlichsten Bundesland Vorarlberg, die Schweiz mit ihren Kantonen St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, und Deutschland mit Bayern und Baden-Württemberg.

Und der Rhein fliesst durch den Bodensee. Er entspringt ja in den schweizer Alpen, und er mündet praktisch gegenüber der lindauer Insel in den See. Wieder heraus fliesst er bei Konstanz bzw Stein am Rhein.

Neben der Insel Lindau gibt es noch mehrere Inseln im See: die Reichenau und die Mainau sind sicher die bekanntesten. Die Reichenau für ihren Obst- und Gemüseanbeu, aber auchwegen dem ehemaligen Kloster Reichenau, das mit seinen drei früh- und hochmittelalterlichen Kirchen sogar zum Welterbe der UNESCO gehört. Die Mainau - gehört der Familie Bernadotte und ist die "Blumeninsel" im Bodensee - als touristisches Ausflugsziel praktisch obligatorisch.

Das Hinterland

Vor dem Hinter- sollte man vielleicht erst überhaupt auf das Festland aufmerksam werden, das ja alles ist, was nicht Insel ist.

Hier kann man wunderbare Spaziergänge machen, immer am See entlang und beliebig weit. Drei km sinds zum Lindenhof-Park, ein wunderschöner Park mit alten Bäumen und einer grossen Liegewiese, für die, die Sonnenbaden und auch Schwimmen möchten. Gute zwei Kilometer weiter, und man kommt zur Halbinsel Wasserburg mit ihrem Schloss. Wieder zwei Kilometer weiter kommt man nach Nonnenhorn, einem Obst- und Wein-Dorf und dem Standbad Nonnenhorn. Wer noch Energie hat geht weiter nach Kressbronn, nach Langenargen, nach Eriskirch, bis nach Friedrichshafen - das sind dann aber schon über 20 km und eher was fürs Fahrrad.

Natürlich kann man auch in die andere - östliche - Richtung spazieren und die neun Kilometer nach Bregenz wandern. Und die, die "richtig" Wandern wollen gehen gleich weiter die ein-einhalb Stunden hoch auf den Pfänder. Die anderen fahren mit der Seilbahn, oder schauen sich einfach nur die Bregenz an - immerhin ja die Hauptstadt des Landes Vorarlberg.